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Zwangslagen eröffnen immer auch Wachstumschancen

Zwangslagen eröffnen immer auch Wachstumschancen

Zwangslagen eröffnen immer auch Wachstumschancen

16 Juli 2020

Auf YouTube kursiert ein Video, in dem ein Rabbi etwas über das Wachstum von Krebsen berichtet. Ich denke, dass wir daraus eine Menge lernen können. Ganz gewiss in Zeiten wie diesen. Ein Krebs ist ein empfindliches Lebewesen, das in einer harten Schale gedeiht. Im Verlauf seines Wachstums erreicht ein Krebs immer wieder den Punkt, an dem ihm sein Panzer zu klein wird und er sich darin nicht mehr wohl fühlt. Was macht er dann? Er sucht sich eine sichere Stelle unter einem Stein, an der er sich aus seinem Panzer herausschält und einen neuen produziert. Einen Panzer, der ihm den für das weitere Wachstum notwendigen Raum bietet. Das währt dann solange, bis sich auch dieser neue Panzer wieder als zu klein erweist und der geschilderte Häutungsprozess erneut beginnt. Immer wieder aufs Neue.

Was wäre geschehen, so fragt sich der Rabbi, wenn sich der Krebs gleich beim ersten Mal an einen Arzt gewandt und ihm von den Schmerzen berichtet hätte, die er überall am Körper verspürt? Dann hätte er ein schmerzstillendes Medikament bekommen, was dazu geführt hätte, dass er sich schlagartig besser fühlt. Zudem wäre gefühlt die Notwendigkeit entfallen, seinen Panzer abzuwerfen. Das hätte wiederum zur Folge, dass das Wachstum an einen Endpunkt gelangt!

Die in dieser Geschichte enthaltene Botschaft ist eindeutig: wir brauchen hin und wieder gewisse Zwangslagen, um wachsen zu können. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dass wir es aktuell mit einer Zwangslage zu tun haben, dürfte unstrittig sein. Noch im Februar dachten alle an Wachstum. Einen Monat später folgte dann die Vollbremsung. Auch ErfGoed hatte für 2020 hochfliegende Pläne. Durch diese Pläne wurde von jetzt auf gleich ein dicker Strich gemacht. Pläne ade.

Jetzt besteht die Kunst darin, das eigene Unternehmen wieder zum Laufen zu bringen. Im Bereich des Gartenbaus konnte man in den zurückliegenden Monaten einige Paradebeispiele für unternehmerisches Handeln beobachten. Betriebe, denen es gelang, sich rasch auf die neue Situation einzustellen. Auch wir mussten das tun. Und das ganz gewiss nicht zum ersten Mal. Es begann in jenen Zeiten, als wir als Lohnbetrieb tätig waren und in den Gewächshäusern sehr viel mit Spaten und Fräse gearbeitet haben, bis sich dann das Substrat durchsetzte. Als Lösung erwies sich seinerzeit das Räumen der Vorkultur.

Auch 2008, zu Beginn der Finanzkrise, sahen wir uns mit einer gewaltigen Herausforderung konfrontiert: trennen wir uns von Angehörigen der Belegschaft oder fokussieren wir uns alle miteinander auf die Auslandsmärkte?  Ich bin bis auf den heutigen Tag heilfroh, dass wir uns für Letzteres entschieden haben. Deswegen sind wir nämlich unbeschadet durch die letzte Krise gekommen.

Flexibilität und der Mut zu raschen Anpassungsentscheidungen – dass sind die Schlüsselbegriffe in Zwangslagen aller Art. Ist ihr Betrieb so strukturiert, dass Sie beispielsweise in den Bereichen Produktion, Markt, Absatz oder Zusatznutzen rasch umschalten können? Bei ErfGoed setzen wir alle Hebel in Bewegung, um Ihnen dabei zu helfen. So haben wir beispielsweise in den vergangenen Monaten mit Erfolg Versuche bei der Phalaenopsis-Produktion auf dem ErfGoedKulturboden unternommen! Ein flexibler Kulturboden, bei dem man jederzeit die Pflanzen wechseln kann.

Haben Sie Anmerkungen dazu oder möglicherweise sogar Anregungen?
Dann rufen Sie mich bitte an oder schicken Sie mir eine Mail.

 

Hugo Paans
Geschäftsführer ErfGoed