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Ein wenig Abstand tut gut

Ein wenig Abstand tut gut

20 August 2019

Immer öfter höre ich von Leuten die Klage, dass sie total übermüdet in die Ferien fahren. Kommt Ihnen das bekannt vor? Auf der einen Seite ist die Vorfreude auf den Urlaub riesengroß. Andererseits blickt man auf den nahenden Urlaub auch mit gemischten Gefühlen, denn sowohl davor, als auch direkt danach wartet sehr viel Arbeit.

Dabei gibt es kaum etwas Schöneres, als mal so richtig abzuschalten. Allen Zeitdruck und alle Pflichten hinter sich lassen. Alleine oder zusammen mit Ihrem Partner und den Kindern einfach nur Zeit füreinander haben.

‘Aber die Wochen davor’, höre ich so manchen stöhnen. ‘Da hat man dermaßen viel um die Ohren, um alles fertig zu bekommen und vernünftig zu regeln, dass man anschließend wirklich urlaubsreif ist. Wenn man dann nach wenigen Wochen ausgeruht zurückkehrt, wartet dermaßen viel Arbeit, dass man nach kurzer Zeit schon wieder urlaubsreif ist.‘

Ich denke, dass es uns Managern und Unternehmern sehr schwer fällt, unsere Firma wirklich einmal Firma sein zu lassen. Läuft wirklich alles rund, wenn ich mal für ein paar Wochen nicht da bin? Habe ich alles ordnungsgemäß geregelt? Habe ich auch nichts vergessen? Loslassen ist schwer. Schließlich geht es um die eigene Verantwortung, die eigene Firma.

Dabei ist es ausgesprochen wichtig, von Zeit zu Zeit auch mal Abstand gewinnen zu können. Schließlich sind Ferien auch eine Zeit der Besinnung. Sie dienen auch dazu, in aller Ruhe das Leben und die eigene Position darin zu reflektieren. ‘Die Zeit rast davon’, ist so ein Spruch, den ich immer häufiger zu hören bekomme. Das ist auch so. Für mich persönlich ist es eine Phase, mir mehr Zeit für meine Familie zu nehmen. Es gibt schließlich mehr als nur Arbeit.

Wichtig ist dabei, dass man in der eigenen Firma die richtigen Leute um sich herum hat. Menschen mit demselben Leitbild und denselben Überzeugungen. Denen man vertrauen und denen man ruhigen Gewissens die täglich anfallenden Angelegenheiten überlassen kann. Dass ich solche Menschen um mich herum habe, empfinde ich als Segen. Menschen, die voller Engagement und Einsatzbereitschaft jeden Tag für unseren Betrieb tätig werden.

Natürlich muss die Betriebsführung stimmen. Das bedeutet möglicherweise, die Produktion anders organisieren zu müssen. Um die Dinge, die von selbst laufen, muss man sich nämlich nicht mehr kümmern. Ich denke oft an jenen französischen Erzeuger, der in seinem 60. Lebensjahr unser Kultursystem entdeckte und bekannte: “Das hätte ich früher wissen müssen.“ Ich empfehle jungen Kollegen, bei ihren Investitionsentscheidungen gründlich nachzudenken und den ErfGoedKulturboden in ihre Überlegungen mit einzubeziehen. Mit diesem System können Sie sorglos produzieren. Dabei kann eigentlich nichts mehr schief gehen.”

Ich wünsche Ihnen von Herzen erholsame Ferien!

Hugo Paans
Geschäftsführer