Aktuelles

Mit Blumen sprechen

Mit Blumen sprechen

18 April 2019

Haben Sie die neue Initiative von Google schon gesehen? Sie heißt Google Tulip und wurde am 1. April präsentiert. Natürlich sollte uns dieses Datum bedenklich stimmen, denn in der Tat handelte es sich bei Google Tulip um einen brillant in Szene gesetzten Aprilscherz. Sollten Sie ihn verpasst haben, hier können Sie sich den kurzen Film noch einmal anschauen.

Der Grundgedanke von Google Tulip? Angeblich haben Wissenschaftler ein Verfahren entwickelt, um die Sprache der mit Abstand bekanntesten niederländische Blume in menschliche Sprache zu übertragen. In dem kleinen Video kommunizieren Menschen also mit Tulpen. Ausgesprochen witzig wird es, wenn man schlussendlich im Keukenhof landet und mit der Kakophonie der ‘Tulpenstimmen’ konfrontiert wird. Es lohnt sich, den Streifen anzuschauen.

Wiewohl es sich um einen Aprilscherz handelte, ist der Grundgedanke des Films gar nicht so abwegig. Stellen Sie sich doch einfach nur mal vor, dass Ihre Pflanzen in der Lage wären, Ihnen darzulegen, was genau sie wann benötigen. Das würde den Anbau enorm vereinfachen.

Die meisten Erzeuger kennen ihre Pflanzen und wissen, wann ihre Pflanzen zu trocken oder auch zu nass stehen, ob es ihnen gut geht oder ob sie möglicherweise ein wenig kränkeln. Ein Erzeuger weiß, was ihm seine Pflanze sagen will. Nur kommen zahlreiche Signale meist erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Dem möchten Sie gerne vorbeugen, damit Ihre Pflanzen Tag für Tag frisch und gesund dastehen. Das ist Pflanzensprache nach Ihrem Geschmack!

ErfGoed ist überzeugt, dass wir auf diesem Weg noch viele Schritte unternehmen können. Wir befassen uns beispielsweise mit der Entwicklung von Sensoren in unserem Kulturboden, mit deren Hilfe wir problemlos den Feuchtigkeitsbedarf der Pflanzen ermitteln können. Das tun wir in Kombination mit einem auf die speziellen Pflanzen abgestimmten Wachstumsmodell. Das kennt die Größe der Pflanze und weiß wie viel Quadratzentimeter des Blattes Wasserdampf abgeben. Das wird mit der Wetterprognose verknüpft. Folglich wird an einem warmen Tag mit Ostwind mehr Wasser gegeben, als an einem bewölkten und nahezu windstillen Tag. Großartige Entwicklungen, finden Sie nicht? Und alles andere als ein Aprilscherz.

Sollten Sie mehr wissen wollen oder einen Gedankenaustausch wünschen, so rufen Sie mich bitte gerne an oder schicken Sie mir eine Mail!

Hugo Paans
Geschäftsführer